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  • Tanja Horrelt

6.-9. Tag Heilfasten - 19.5.-22.5.2019


Hallo ihr Lieben,


sorry, dass ich erst um Tage versetzt, hier wieder schreibe, aber es hatten sich Dinge ergeben, die von mir nicht geplant gewesen sind. Eine handfeste körperliche und seelische Krise bzw. anders gesehen, eine Wachstumsphase.


In dieser letzten Phase des Heilfastens ging es mir (dieses Mal) körperlich und seelisch mehr als nur schlecht. Was war passiert?

Meine körperlichen Kräfte schwanden von Tag zu Tag mehr. Von einem Fastenhoch mit viel Endorphinen und Kraft duch "Selbstverzehrung" (sorry, aber das ist es ab einem gewissen Grad) war leider nichts zu spüren. Im Gegenteil. Ich versuchte mit der Zufuhr von Mineralien gegenzusteuern, doch es war wie ein Tropfen auf dem heißen Stein. Jeder Schritt fiel mir immer schwerer. Nun, was war da los....

Ich habe ja erzählt, dass ich diese "Entgiftung" (wie man es landläufig nennt) für meinen Körper, Geist und Seele anstrebte. Auch um mit meiner Seele und "Unverdaulichem" auf Du und Du zu gehen.

Und wie es aussah waren alle meine Ebenen auch mehr als nur ein wenig einverstanden mit meinem "Plan" :-)

Jetzt, nachdem es mit wieder gut geht und ich mich erhole kann ich darüber lachen, während dieser Zeit war mir aber gar nicht zum Lachen zumute.


Körperlich baute ich immer mehr ab, spülte fleissig mit viel Flüssigkeit meinen Körper durch. Mein Kreislauf liess mich langsam aber wirklich im Stich. Ruhepuls um die 130 Schläge in der Minute. Ein innerer Kampf mit mir begann. Abbrechen? Oder Durchhalten? Was ist noch gesund? Was ist die beste Wahl.....Vertrauen ins Leben zu haben ist wohl ein Lernfeld für jeden von uns. Somit brach ich meine Fastenzeit erst nach den angestrebten Tagen.


Wer jetzt meint, damit sei alles vorbei gewesen, der irrt sich, so wie ich mich irrte.

Euch ist natürlich klar, dass man beim Fastenbrechen sehr vorsichtig sein muss um sein -der Nahrung entwöhntes System - nicht völlig zu überlasten. Daher brach ich mein Fasten auch ganz sanft mit einem Apfel und nahm nur ganz wenig zu mir. Bissenweise und gut gekaut. Ich merkte, dass ich Protein nicht wirklich gut vertrug (noch) und ernährte mich daher von Suppen und leicht verdaulichen Lebensmitteln. Immer ein bisschen mehr, Tag um Tag.

Trotzdem war die Nach-Fastenbrech-Phase wirklich heftig für mich. Kreislaufschwäche und Kraftlosigkeit machten mir schwer zu schaffen.

Eine gute Gelegenheit um mich mit dem Thema "Geduld" auseinander zu setzen :-) Nein, es geht eben nicht immer alles SCHNELL. Mein Körper hat mich wieder einmal gelehrt, dass JEDER wirklich ein Unikat ist. Und er hatte große Mühe sich wieder auf seine "normale" Verdauung einzustellen. Ich betone: Dies ist meine persönliche Erfahrung. Jeder Mensch ist ein Unikat. Daher bringt es meiner Meinung nach nichts, wenn man "die Gesundheit" verallgemeinert, by the way. Es hat bei mir jetzt fast eine Woche ! gedauert bis ich wieder ohne weiche Knie gehen konnte, geschweige denn unbesorgt Nahrung aufnehmen kann, wie leicht und bekömmlich sie auch immer sei.


Heißt das, das Fasten war SCHLECHT? Ganz klar. NEIN.

Ich habe wirklich gespürt dass einiges sich aus mir verabschiedet hat. In jeder ART. Dafür bin ich dankbar. Es war eine heilsame Phase, die mir wieder einmal gezeigt hat, dass Gesundheit und Kraft keine Selbstverständlichkeit sind, sondern ein Geschenk, das gehegt und bewahrt werden möchte. Es hat mir zudem gezeigt wie viel Arbeit und Energie im "Verdauen" liegt und welche Meisterleistung unser Körper jeden Tag für uns vollbringt, ohne dass wir es oft wertschätzen.


Würde ich es wieder machen? Ganz ehrlich. Momentan bin ich froh, dass es getan ist :-) Eine etwas kürzere Fastenzeit werde ich definitiv wieder einplanen. Allerdings habe ich für mich gemerkt, dass ich nächstes Mal auf eine andere Form des Fastens umsteigen werde, vielleicht auf Saft- oder Basenfasten. Ich werde selbstverständlich auch davon berichten.


Fazit. Eine heftige Zeit mit Aufs und Abs, die Reinigung von Körper, Geist und Seele ist definitiv gelungen. Hiermit beende ich das Thema Fasten für dieses Mal und freue mich auf neue Themen.


Herzlichst, Tanja



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